Hilfe für Südafrika

Die Kleinsten sollen mal die Größten werden
Die Kleinsten sollen mal die Größten werden
Helfen auch Sie!
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Die sozialen und gesundheitlichen Probleme in Südafrika werden jedem Besucher spätestens nach der Ankunft am Kapstädter Flughafen bei der Fahrt in Richtung Innenstadt schonungslos aufgezeigt. Die Fahrt vorbei an den Elendsvierteln der Stadt läßt Viele im ersten Augenblick sprachlos zurück. Und nicht nur hier - überall im Land ist diese Not zu sehen und zu spüren.

Die Fernsehbilder über Townships, kranke Menschen, Aidswaisen und hungernde Kinder hat sicherlich jeder schon einmal gesehen und das nicht erst zur Zeit der Berichterstattung anläßlich der Fußball-WM 2010. Nicht nur zur Weihnachtszeit wird des öfteren an das Spenden- und Hilfsgefühl der Menschen hierzulande appelliert, mit dem Ziel, eines der sozialen Projekte, Kinderdörfer und Krankenhäuser des Landes finanziell zu unterstützen.

Ein Ort der Zuversicht: Vicky's Bed and Breakfast im Township Khayelitsha, Kapstadt
Ein Ort der Zuversicht: Vicky's Bed and Breakfast im Township Khayelitsha, Kapstadt

Der stete Appell zur Hilfe ist sehr wohl gerechtfertigt und dringend von Nöten. Soziale Verwahrlosung, Hunger und Arbeitslosigkeit führen sehr häufig zu Kriminalität und Gewalt. Besonders Frauen sind oft psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. Nicht zuletzt führt eine der höchsten Aidsraten der Welt zu Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Immer mehr Aidswaisen bleiben zurück und ihrem Schicksal überlassen.

Um diesen Menschen eine Zukunft und eine Perspektive zu geben, arbeiten zahlreiche Organisationen, Vereine oder private Gruppen als Unterstützer und Helfer im Land. Ohne sie und ihren stetigen Einsatz würde es vielen Menschen, ob jung oder alt, in Südafrika sehr viel schlechter gehen. Agrarprojekte, Sportprojekte, Suppenküchen, Bildungseinrichtungen und Waisenhäuser sind zumeist von privaten Spenden und Patenschaften abhängig.

  • "Hope and Light" Community WelfareDie "Hope and Light" Community Welfare ist eine Hilfsorganisation in einem Township in Sir Lowry's Pass Village mit dem Ziel notleidenden Kindern Hilfe und Unterstützung zu bieten.
  • Go Ahead! - Bildung schafft ZukunftJunge Menschen in Deutschland setzen sich für junge Menschen im südlichen Afrika ein: Das ist – auf eine einfache Formel gebracht - "Go Ahead!".
  • Förderverein "Sir Lowrys Pass"Ziel des "Sir Lowry's Pass"-Projektes ist der Aufbau eines Ausbildungszentrums für Bäckerlehrlinge im Township von Sir Lowry's Pass in Südafrika.
  • Keep The Dream - We believe in you!"Keep The Dream" ist eine Hilfsorganisation in Kapstadt für Kinder und Jugendliche zur Unterstützung und Förderung eines Schulbesuchs.

NICHT VERZWEIFELN...!

Erschwerend zu der Armut, mir der man in Südafrika schlagartig konfrontiert ist, kommt in den ersten Tagen noch dazu, dass man als Tourist besonders oft angesprochen und angebettelt wird – Südafrikaner, die fünf Mal am Tag die Long Street hoch und runter laufen und die Straßenkids schon kennen, werden weniger angeschnorrt als Touristen, die gerade angekommen sind. Nach ein, zwei Tagen lernt man auch zu unterscheiden, wer wirklich in Not ist und wer Bullshit-Geschichten erzählt, um an Geld für Drogen zu kommen. Eine der beliebtesten und unkreativsten Storys ist: »Mir ist das Benzin ausgegangen und ich brauche nur R20, um nach Hause fahren zu können.«

Für Straßenkinder gibt es zwar auch in Südafrika Heime und Auffanglager, nichtsdestotrotz entscheiden sich viele dieser Kinder für das Leben auf der Straße – oftmals, weil sie kein anderes Leben kennen.

Man hilft solchen Kindern nicht damit, wenn man ihnen Geld für Klebstoff und andere Drogen gibt und damit letztlich ihren destruktiven Lebensstil weiter fördert. Essen oder Kleidung, die man kauft, wird in der Regel weiterverkauft. Sinnvoller ist es, ihnen etwas Aufmerksamkeit zu schenken – denn das Fehlen von Liebe, Identität und Sicherheit hat die Kids auf die Straße getrieben – und Initiativen zu unterstützen, die diesen Kindern dabei helfen, von der Straße wegzukommen. Hier drei Vorschläge:

  • The Homestead (www.homestead.org.za) Ein Heim, das Jungs mit Essen, Kleidung, Aufmerksamkeit und Alternativen zum Leben auf der Straße versorgt.
  • Ons Plek (www.onsplek.org.za) Das einzige Kapstädter Heim dieser Art für Mädchen, die sich bisher auf der Straße verdingen mussten.
  • SOS Kinderhilfe Südafrika (www.kapstadt.org/kinderhilfe)

Wir stellen vor

Wenn Sie sich zu dem Schritt entschlossen haben, finanziell oder durch eigenes Handeln einen Beitrag zur Linderung der Not und zur Verbesserung der Lebensumstände beizutragen, kommt es spätestens jetzt zu der Frage: Für was, wo und wofür möchte ich mich einsetzen? Die Einen haben eine besondere Beziehungen zu einem bestimmten Ort, Andere möchten sich einem bestimmten Projekt oder einem speziellen Thema wie Kindertagesstätten oder Bildung widmen. Zumeist werden große, bekannte und werbende Institutionen dafür gewählt. Sie stehen für Transparenz, Vertrauen und Organisiertheit und man hat das gute Gefühl, dass die Hilfe auch dort ankommt, wo man sie benötigt. Dies wird mit Sicherheit genauso der Fall sein.

Doch auch kleinere und/oder weniger bekannte Stiftungen, Vereine und Interessensgruppe sind vor Ort und helfen durch unermüdlichen Einsatz. Sowohl in Townships, in kleinen Dörfern oder mitten im "Nirgendwo". Ebenso gemeinnützig anerkannt, ebenso vertrauensvoll und ebenso erfolgreich in ihrer Arbeit. Um Ihnen bei dem Einsatz Ihres Engagements eine breitere Palette an Wahlmöglichkeiten zu bieten, stellen wir Ihnen an dieser Stelle (s.o.) verschiedene Organisationen sowie deren Projekte und Initiatoren vor.

Die Armutsverhältnisse und sozialen Kontraste in Südafrika können einen zunächst einmal mitnehmen, vor allem wenn man das erste Mal in ein Entwicklungsland reist und mit ›Armut‹ bis dato deutsche Sozialhilfeempfänger assoziiert hat. Abwechselnde Emotionsschübe von Schuld, Mitleid und totaler Genervtheit sind durchaus normale Eingewöhnungsphänomene. Leider kann man nicht allen helfen, die Hilfe verdienen. Eine gute Idee ist es, Initiativen und Organisationen zu unterstützen, die ihr Geld sinnvoll einsetzen. Südafrika hat leider kein Sozialsystem wie Deutschland, was solche Initiativen zu einem wichtigen Überlebensfaktor für viele Menschen macht.

Hinweis

Wir stellen Ihnen an dieser Stelle Hilfsorganisationen und Projekte nach bestem Wissen und Gewissen vor. Sollten Sie dennoch Grund zu Beanstandungen oder einfach Fragen und Anregungen für uns haben, zögern Sie nicht uns anzuschreiben. Vielen Dank!

info(at)suedafrika-travel.de

Straße im Township Khayelitsha, Kapstadt
Straße im Township Khayelitsha, Kapstadt

Stichwort "Township"

Township in Kapstadt
Township in Kapstadt

Townships nennt man die südafrikanischen Wohnsiedlungen für Schwarze, Coloreds und Asiaten, die aufgrund des "Group Areas Acts", der Trennung von Weißen und Schwarzen Wohnsiedlungen in den 50er Jahren, Teil des Apartheidsstaates waren. Die Innenstädte waren den Weißen vorbehalten, Schwarze hatten ohne besondere Genehmigung (z.B. als Arbeiter) keinen Zutritt. Meistens weit entfernt von den weißen Wohngebieten, entwickelten sich die Wellblech- und Holverschlaghütten zu ausufernden Gebieten mit zehntausenden Einwohnern und teilweise organisiert chaotischer "Infrastruktur". Heute werden viele Häuser mit Geldern der Regierung aus Stein gebaut. Berühmtestes Beispiel für ein Township ist Soweto (SOuth WEstern TOwnship) in Johannesburg mit schätzungsweise ca. 3 Mio. Einwohnern und 2 Friedensnoblepreisträgern: Nelson Mandela und Desmond Tutu. Beide wohnen im Ortsteil Orlando. Hier greifen teilweise die Bemühungen des Staates, aus ärmlichen Gebieten wohnbare Stadtteile zu errichten. Doch das ist bei Weitem nicht ausreichend. Sogenannte Squatter-Camps, ärmlichste Wellblechsiedlungen auf ungenutzten Grundstücken, sind immer noch Anlaufstelle für Landbewohner auf der Suche nach Arbeit oder Flüchtlinge aus den umliegenden Nachbarstaaten.



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