Erzbischof Desmond Tutu
Es gibt keinen Zweifel, das es auf der Welt keinen zweiten Bischof gibt, der sich so liebevoll, aber auch streitvoll verhält wie Desmond Tutu. Selbst der Präsident oder die Minister von Südafrika bekommen seine Unzufriedenheit über die Politik des Landes hautnah zu spüren. Er ist bei der Bevölkerung wohl der beliebteste Bischof in Südafrika, weil er seine Meinung klar vertritt.
Desmond Tutu wurde am 7. Oktober 1931 in Klerksdorf geboren. Das kleine Städtchen in der Transvaal war eine Bergbausiedlung und viele farbige Südafrikaner arbeiteten unter menschenunwürdigen Bedingungen in den Bergwerken. Sein Vater war ein Lehrer an einer hiesigen Schule, was Ihn beflügelte zu studieren. Nach seinem Studium an der Universität in Johannesburg wurde er Hochschullehrer. Nach einer Gesetzesänderung, was farbige Südafrikaner benachteiligte, gab er seinen Beruf aus Protest auf.
1957 ließ er sich als Priester bei der anglikanischen Kirche ausbilden. Er absolvierte weitere theologische Ausbildungen in London und Lesotho.1972 ging er wieder nach England und war stellvertretender Direktor des Theologischen Ausbildungsfonds des Weltkirchrates. Erst im Jahr 1975 kehrte er nach Südafrika zurück und wurde Superintendent von Johannesburg. Im Jahre 1976 wurde er Bischof von Lesotho.
Er legte sich öfters mit der südafrikanischen Apartheitsregierung an und forderte alle Staaten in der Welt auf diese Regierung zu verachten und Sanktionen zu verhängen.
Der Bischof Desmond Tutu erhielt eine weltweite Anerkennung für seinen Kampf und erhielt von vielen Staaten und Städten Doktorwürden. Im Jahre 1984 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.
Im Jahre 1984 wurde er anglikanischer Bischof von Johannesburg. Der erste schwarze Bischof von Südafrika. 1986 wurde er Erzbischof von Kapstadt und zugleich Oberhaupt der anglikanischen Kirche in Südafrika. Ein Jahr später wurde er zu der allafrikanischen Kirchenkonferenz gerufen.
Als der südafrikanische Präsident De Klerk seine historische Rede hielt und Nelson Mandela frei kann, hielt sich der Bischof aus der Politik heraus. Nur in einigen Fällen schaltete er sich als Vermittler ein.
Sein Buch über die Vergangenheit und Gegenwart von Südafrika kam im Jahr 1999 heraus. Es lautet: “No Future withourt Forgiveness”. Im deutschen Buchhandel erhalten Sie das Buch mit folgendem Namen: "Gott hat einen Traum - Neue Hoffnung für unsere Zeit".
Einige Zitate berühmter Persönlichkeiten über das Buch:
Nelson Mandela "Desmond Tutu zeigt, wie wir unseren Schmerz und unser Leid in Hoffnung und Zuversicht verwandeln können."
Jack Kornfield "Dieses Buch ist ein kleines Wunder. Es inspiriert das Herz und gibt dem Glauben wieder neues Leben."
Dalai Lama "Ich bewundere meinen Freund Desmond Tutu für die Prinzipien, die er vertritt. Sein Buch vermittelt Freude und ist eine wahrhaftige Bereicherung".
Bischof Desmond Tutu ist als Kirchenvertreter bei der südafrikanischen Bevölkerung sehr beliebt. Er nimmt kein Blatt vor dem Mund und streitet sehr gerne mit den hiesigen Politikern, wobei er auch viel Kritik bekommt. Eine gesunde Kritik, wovon jede Demokratie lebt.






