Sprachen Südafrikas

11 offizielle Landessprachen werden in Südafrika gesprochen. Dazu gehören Englisch, Afrikaans, isiZulu, Siswati, isiNdebele, Sesotho, Nördliches Sotho, Xitsonga, Setswana, Tshivenda und isiXhosa.

Afrikaans, früher "kapholländisch" genannt, ist keine afrikanische Sprache, sondern ein Konstrukt aus verschiedenen Einflüssen. Einwanderungsgruppen aus Deutschland, Belgien, England, Frankreich und der Schweiz brachten Ihre Heimatsprachen ins Land. Sie ähnelt der spätmittelalterlichen holländischen Sprache, welche sich durch die verschiedenen Kulturen über die Zeit zu einer eigenständigen und vollwertigen Landessprache entwickelte. Die Zusammensetzung der Afrikaans sprechenden Bevölkerung (Afrikaaner) ist zu 40% holländisch, 40% deutsch, 7,5% englisch und 7,5% französisch.

Viele Wörter im Afrikaans sind in der holländischen Sprache nicht mehr bekannt. Somit sind Sprachwissenschaftler der Überzeugung, dass Afrikaans eine vollwertige und vollständige Sprache ist und nicht mehr nur ein weiterentwickelter Dialekt des holländischen.

Afrikaans wird von ca. 15 % als Muttersprache und 40 % als Zweitsprache gesprochen. Somit sprechen und verstehen ca. 10 Millionen Menschen Afrikaans.

Viele Schulen in einigen Gebieten unterrichten in der Sprache Afrikaans, ganz besonders im Weingebiet rund um Kapstadt. Auch an der Universität Stellenbosch wird zum größten Teil in Afrikaans unterrichtet. Afrikaans  wird von der Deutsche Schule in Kapstadt als Nebenfach angeboten. Fast ausschliesslich Afrikaans spricht man in vielen ländlichen Gegenden, wobei Englisch Zweitsprache ist.

Gastgeber in afrikaanssprachigen Gegenden freuen sich wie in jedem anderen Urlaubsland auch über ein paar Afrikaans Floskeln und Begriffe wenn Sie sich z.B. bei Ihnen bedanken, begrüßen oder verabschieden. 

Achtung! Kommt nicht gut: Afrikaaner als Holländer und Afrikaans als »Dutch« (oder gar »Kitchendutch«) zu bezeichnen. Afrikaaner sehen sich genauso wenig als Holländer wie sich Amerikaner als Iren sehen – und genaugenommen sind sie es ja auch gar nicht! Die meisten Buren sind ein Mix aus Holländern, Franzosen, Deutschen und Portugiesen, die bereits vor 400 Jahren ins Land gekommen, und interessanterweise auch Schwarzafrikanern. Man hat in Genanalysen auf der DNA von Afrikaanern bis zu 10 % Gene schwarzafrikanischer Herkunft entdeckt. Aber auch das sollte man einem Buren vielleicht nicht unbedingt als Erstes unter die Nase reiben.

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Sprachen

  • Afrikaans 14.4 %
  • Englisch 8.7 %
  • Xhosa 18.0 %
  • Pedi 9.1 %
  • Tswana 8.2 %
  • Swati 2.5 %
  • Venda 2.2 %
  • Tsonga 4.4 %
  • Ndebele 1.5 %
  • Sotho 7.5 %
  • Andere 0.8 %


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