Musina

Musina, früher Messina genannt, hat ca. 120.000 Einwohner, ist die nördlichste Stadt Südafrikas und ist südlich des Limpopo-Flusses an der Grenze zu Simbabwe gelegen. Beitbridge ist mit 5.000 Einwohnern fast eine Vorstadt von Musina, beide Orte verbindet die "Alfred-Beit-Bridge" über den Limpopo.

Im Umland werden Kupfererz, Eisenerz, Kohle, Magnesiums, Graphit, Asbest, Diamanten und verschiedene Halbedelsteine gefördert. Musina lebt also hauptsächlich vom Bergbau.

Der Stamm der Musina - im Vendaland gleichbedeutend mit Kupfer - siedelte hier nach der Entdeckung des Metalls. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten auch die Europäer die großen Kupfervorkommen und gründeten die Stadt Messina. Dieser Name wurde im Jahre 2003 geändert, zumal sich Messina von Musina ableitet.

Der Kupferbergbau hat jedoch eine wesentlich längere Tradition. Mehr als 1.000 Jahre bevor die ersten Europäer in diese Gegend kamen, entstand hier eine blühende Kultur die bereits Kupfer abbaute. Sie trieben Handel mit Arabern, mit dem späteren Great Zimbabwe sowie dem sagenumwobenen Munhumutapa Reich.

Etwa 40 Kilometer westlich von Musina liegt die ehemalige Handelsstadt Schroda. Von hier aus wurde um 800 n. Chr. bereits Kupfer zum Indischen Ozean transportiert. Obwohl die Stadt um etwa 1.000 n. Chr. verlassen wurde, taucht sie seltsamerweise noch in einigen portugiesischen Karten des 16. Jahrhunderts auf. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man Keramiken, Elfenbein und Porzellan sowie Glasperlen.

Ein Museum bietet heute interessante Ausstellungstücke über die Geschichte der Besiedlung durch die Europäer sowie einige Replikkate der in Mapungubwe (Schroda) gefundenen Schätzen.

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