Regeln & Verhaltensweise gegenüber Wildtieren
Für die Autofahrt durch den Krüger Nationalpark gelten bestimmte Regeln, an die sich jeder, auch im eigenen Interesse, halten muss.
Die Fenster Ihres Mietwagens sollten Sie stets geschlossen haben, auch wenn es aufgrund der Hitze und vielleicht ohne Klimaanlage im Auto schwer fällt. Buchen Sie im südafrikanischen Sommer deshalb nur einen Mietwagen mit Klimaanlage.
Steigen Sie niemals aus Ihrem Mietwagen aus, schließlich leben die Wildtiere in freier Natur.
Bleiben Sie nach Möglichkeit leise. Viele Tiere haben ein feines Gehör und zeigen sich unter Umständen nicht dem Besucher.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 40 km/h auf Schotterpisten und 50 km/h auf Teerstraßen. Für eine Wildbeobachtung empfehlen wir Ihnen eine Geschwindigkeit von 20 - 25 km/h.
Falls Sie mit Ihrem Mietwagen in eine Herde Elefanten geraten, sollten Sie niemals die Herde mit Ihrem Pkw trennen. Schalten Sie den Motor ab und warten Sie bis die Elefantenherde weiter gezogen ist. Schalten Sie Ihr Radio aus, verhalten Sie sich ruhig und verwenden Sie kein Blitzlichtgerät. Fahren Sie niemals neben einen Elefanten her und halten seine Laufgeschwindigkeit. Der Elefant versteht dies als Bedrohung und wird nach einiger Zeit angreifen.
Achtung! Man darf Paviane KEINESFALLS füttern!
Erstens: Kein Pavian gibt Nahrung ab. Wenn Menschen Paviane füttern, sehen Paviane Menschen als eine Unterart an. Sie interpretieren das als Geste der Unterwerfung, verlieren jeglichen Respekt und werden Menschen gegenüber gefährlich und aggressiv. Aufgrund der Fütterung durch Touristen gelten manche Paviane in der Umgebung von Cape Point bereits als gefährlich – einige von ihnen mussten deswegen sogar schon eingeschläfert werden.
Zweitens: Wenn Sie Paviane füttern, assoziieren diese Menschen mit Essen und kommen gezielt in Menschensiedlungen, um Futter zu bekommen. Sie brechen dabei in Gärten und Häuser ein und verwüsten diese. Man hört auch immer wieder lustige Geschichten von Pavianen, die sich ins Ehebett legen und nicht mehr aufstehen wollen oder sich selbst in die Kammer einsperren – aber diese lustigen Geschichten gehen manchmal tragisch auch aus, weil frustrierte Einwohner, deren Haus schon öfter von Pavianen verwüstet worden ist, versuchen, sich der armen Tiere selbst zu entledigen, statt die zuständigen Behörden zu rufen. Immer wieder hört man Geschichten von Pavianen, die vergiftet, überfahren, durch Stromschläge getötet oder auf grausame Art verstümmelt worden sind. Da viele Touristen am Cape Point trotz der vielen Verbotsschilder die Affen aus dem Auto heraus füttern, demolieren diese auf ihrer Suche nach Essen manchmal auch geparkte Autos. Baboons, die darauf konditioniert werden, Essen von Menschen zu erhalten, müssen oftmals getötet werden – von daher ist es absolut herzlos, gegen das Fütterungsverbot zu verstoßen.





