TIPPS FÜR »TIPS«

Ein Hinweis vorab: Wenn man in Südafrika in einer Gruppe essen geht, aber einzeln zahlen möchte, rechnen die Kellner nicht jedem einzeln vor, wie hoch der persönliche Konsum war. Man dividiert das für sich selbst auseinander und legt den eigenen Betrag in das gemeinsame Etui, sodass der Kellner zum Schluss die Gesamtsumme bekommt.

Das Trinkgeld gibt man nicht auf die Hand, sondern legt es in das Etui zum Rechnungsbetrag dazu. Auf der Rechnung ist immer eine freie Zeile, in die man eintragen kann, wie viel Trinkgeld man geben möchte. Wenn man diese ausgefüllt hat, zieht der Kellner dementsprechend das Trinkgeld vom Wechselgeld ab. Wenn man sie leerlässt, bringt er das gesamte Wechselgeld zurück – und der Kunde lässt das Trinkgeld im Etui liegen.

Die Kellner bekommen in den meisten Restaurants keinen Stundenlohn; das Trinkgeld ist also ihr einziger Verdienst. Zudem müssen Bedienungen in Südafrika Bruchgeld zahlen, wenn sie etwas kaputt machen, und ihr Trinkgeld mit dem Barpersonal und allen Aushilfen teilen. Man sollte daher mindestens 10 % Trinkgeld geben. Oftmals hängt eine ganze Familie von diesem Geld ab. Bei über sechs Personen am Tisch wird das Trinkgeld vom Restaurant zur Rechnung dazuaddiert. Falls man mit Kreditkarte bezahlt, sollte man dem Kellner das Trinkgeld lieber in bar geben. Restaurantbesitzer zahlen Trinkgelder erst aus, wenn die Kreditabrechnung vorliegt und das Geld tatsächlich vom Kunden abgebucht worden ist – ein Prozess, der bis zu einem Monat dauern kann.

Außerdem gehört es sich, sich für den guten Service am Ende zu bedanken. Man sagt »yes, please«, »coffee, please«, »the bill, please«, »no, thanks« und immer »thank you«, wenn der Kellner etwas bringt – alles andere wirkt unhöflich.

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