Autoverkehr in Südafrika

Achtung: in Südafrika herrscht Links-Verkehr. Urlauber, die sich einen Mietwagen leihen möchten, egal ob Cabrio, Minivan oder Safari-Jeep, sollten sich kurz in kleinen Nebenstraßen oder auf dem Gelände der Mietwagenfirma mit den Eigenheiten der "linken" Schaltung auseinandersetzen. Das Fahren an sich ist schnell erlernt und macht bisweilen sogar richtig Spaß.

Südafrika verfügt über ein gut ausgebautes Straßen-Verkehrsnetz. Große und auch kleinere Städte sind gut auf National-Roads und geteerten Nebenstraßen zu erreichen. Auch auf sogenannten "Gravel-Roads", gut ausgebauten Sand- oder Schotterpisten, kommt man bei umsichtiger Fahrweise sehr gut vorran. Aber Vorsicht, werden Sie nicht übermütig. Das freudige "Dahingleiten" über planierte Sandstraßen schlägt schnell in gefährliche Situationen um. Schlaglöcher aufgrund der Witterung, kreuzende Tiere und am Straßenrand "wandernde" Dorfbewohner sind mitunter ein großes Risiko. Fahren Sie nicht bei Nacht!

Führen Sie bei Überlandfahrten immer eine aktuelle Straßenkarte mit und achten Sie auf die Verkehrsregeln. Verkehrsverstöße, insbesondere Übertretungen der Geschwindigkeit können mit hohen Geldstrafen geahndet werden. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf den "Autobahnen" beträgt 120km/h, auf Landstraßen 100km/h und innerhalb von Ortschaften 6okm/h.

Möchten Sie von A nach B zu einem bestimmten Zeitpunkt ankommen, nehmen Sie sich mehr Zeit mit als Sie vielleicht gewohnt sind. Besonders zu den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend sind innerstädtische Straßen oft mit Pendlern verstopft und die A40 im Ruhrgebiet Freitag Abend die reinste Erholung.

Da die meisten Kapstädter in den Vororten wohnen, aber in der Innenstadt arbeiten, herrscht tagtäglich zwischen 7-9 und 17-19 Uhr auf allen Autobahnen Verkehrskrieg – morgens immer stadteinwärts und abends stadtauswärts. Die Staus rühren noch von der grandiosen Städteplanung des Apartheidsregimes; die Innenstadt galt als Gewerbegebiet und die Vororte, getrennt nach Rassen, als Wohngebiete. In den »Northern Suburbs« leben traditionell eher Afrikaaner, in den wohlhabenderen und teureren »Southern Suburbs« Anglo-Südafrikaner, in denen von der Innenstadt am weitesten entfernten »Townships« schwarze Südafrikaner und in den »Cape Flats« dazwischen farbige Südafrikaner und Gangster. In den letzten 15 Jahren ziehen Kapstädter je nach ἀnanzieller Lage kreuz und quer – farbige und junge Anglo-Südafrikaner in den Norden, Schwarze in die Innenstadt und die Cape Flats, Kongolesen in die Townships. Trotzdem kann man die klassischen Wohntrends immer noch ausmachen: Das Viertel Observatory, das in der Nähe der auch unter Apartheid sehr liberalen und gemischtrassigen »University of Cape Town« liegt, ist nach wie vor ein bunt gemischtes Alternativviertel, Studenten und indisch-stämmige Südafrikaner bevorzugen Rondebosch, die meisten moslemischen Cape Malays haben ihre Häuser in Bo-Kaap, Sea Point ist bei Juden äußerst beliebt, Vredehoek bei deutschen Einwanderern usw.

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